Der Weg zu körperlichem Wohlbefinden
Eine sehr große und schwere Brust kann unterschiedlichste Probleme verursachen: angefangen bei Rücken- und Nackenschmerzen, über Entzündungen in der Unterbrustfalte bis hin zur Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls. Egal ob mit 20 Jahren oder erst mit 60 Jahren – eine Brustverkleinerung kann helfen, Schmerzen zu reduzieren, Folgeerkrankungen zu verhindern und ein neues Lebensgefühl schenken.
Übersicht:
- Was ist eine Brustverkleinerung?
- Was sind die Gründe für eine Brustverkleinerung?
- Methode der Brustverkleinerung
- Brustverkleinerung in Kombination mit anderen Eingriffen
- Vorbereitung auf eine Brustverkleinerung
- Heilungsverlauf und Nachsorge
- Kosten einer Brustverkleinerung
- Erfahrungsberichte und Rezensionen von Patientinnen
- FAQ
Was ist eine Brustverkleinerung?
Unter einer Brustverkleinerung versteht man einen Eingriff, um überschüssiges Gewebe (in der Regel Haut, Fettgewebe und Anteile der Brustdrüse) zu entfernen und dadurch eine Brust zu verkleinern. Gleichzeitig wird die Brust bei einem solchen Eingriff automatisch auch gestrafft. Des Weiteren lassen sich bei Bedarf auch der Brustwarzenvorhof verkleinern und/oder Asymmetrien z.B. in der Größe der Brüste ausgleichen.
Was sind die Gründe für eine Brustverkleinerung?
Bei manchen Patientinnen wachsen die Brüste in der Pubertät recht schnell und werden sehr groß. Bei anderen Patientinnen kann eine stärkere Gewichtszunahme zur Vergrößerung der Brust führen. Aber auch durch hormonelle Veränderungen oder Schwangerschaften kann sich die Brustgröße im Laufe des Lebens verändern.
Methoden der Brustverkleinerung

Skizze von Gewebe und Narbe einer Brustverkleinerung mit T-Schnitt-Technik
Es gibt unterschiedlichen Arten eine Brust zu verkleinern und so zum Beispiel von einem F-Körbchen zu einem C-Körbchen zu gelangen. Alle haben etwas gemeinsam: die T-förmigen Narben, die dabei entstehen. Daher wird diese Methode auch T-Straffung oder T-Schnitt genannt.
In meiner Praxis in Köln verwende ich die Technik nach Hall-Findlay, die nach der Erfinderin, einer kanadischen Chirurgin, benannt ist.
Es ist eine sehr sichere und bewährte Technik der Brustverkleinerung und führt zu verlässlichen und langanhaltenden Ergebnissen. Zudem lässt sich mit dieser Technik eine schöne Brustform erzielen.
Bei dieser Methode lässt sich neben einer Verkleinerung und Straffung der Brust auch eine mögliche Asymmetrie zwischen den Brüsten ausgleichen.
Es entstehen dabei Narben um den Brustwarzenvorhof, im Stegbereich sowie eine quer verlaufende Narbe in der Unterbrustfalte. Da die letzten beiden beschriebenen Narben wie ein auf dem Kopf stehendes „T“ aussehen, nennt sich diese Methode „T-Schnitt“.
Viele Frauen schreckt gerade die senkrechte Narbe zunächst ab, da sie glauben, dass dies eine sehr auffällige Narbe ergibt. Aus meiner Erfahrung kann ich aber versichern, dass die senkrechte Narbe häufig sehr unauffällig verheilt und mit der Umgebung verschwimmt. Die quer verlaufende Narbe liegt in der Regel größtenteils in der Unterbrustfalte und ist somit die unauffälligste der drei Narben, die beim T-Schnitt entstehen.
Leider ist es aus rechtlichen Gründen in Deutschland nicht erlaubt Vorher-Nachher-Bilder von ästhetischen Eingriffen zu veröffentlichen. Allerdings darf man solche Bilder im Beratungsgespräch zur Erläuterung zeigen. Im Rahmen meiner Beratungen in meiner Praxis in Köln zeige ich den Patientinnen immer gerne Vorher-Nachher-Bilder, damit sie sich selbst einen Eindruck von den Narben machen können.
Brustverkleinerung in Kombination mit anderen Eingriffen
Man kann eine Brustverkleinerung teilweise mit anderen Eingriffen kombinieren, je nach Wunsch der Patientin.
Bei einer Brustverkleinerung lässt sich zum Beispiel ein vergrößerter Brustwarzenvorhof sehr gut verkleinern.
Aber auch die Kombination mit anderen, größeren Eingriffen ist möglich, wie zum Beispiel mit einer Bauchdeckenstraffung.
Man sollte jedoch immer bedenken, dass allein ein einzelner dieser Eingriffe große Wundflächen unter der Haut erzeugt, die der Körper erst einmal heilen muss. Werden Eingriffe kombiniert, hat die Patientin im Anschluss an die OP zunächst nicht nur Einschränkungen im alltäglichen Leben, es kann auch eher zu Problemen in der Heilung kommen. Darum ist es sinnvoll eine Brustverkleinerung nur mit einem kleinen Eingriff zu kombinieren.
Um herauszufinden, welches Vorgehen bei Ihnen am geeignetsten ist, um Ihre Wünsche sicher umzusetzen, kommen Sie doch zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch zu mir in meine Praxis in Köln.
Vorbereitung auf eine Brustverkleinerung
Es ist sinnvoll, die Brust zeitnah vor einem Brusteingriff bei einer Gynäkologin/bei einem Gynäkologen untersuchen zu lassen. Dabei sollte die Brust nicht nur abgetastet werden, sondern zumindest auch per Ultraschall untersucht werden. Mit dieser Untersuchung lassen sich mögliche Auffälligkeiten oft noch besser erkennen als allein durch das Abtasten.
Durch einen operativen Eingriff an der Brust entstehen immer auch innere Vernarbungen, die Bösartigem ähnlich sehen können. Damit Narbengewebe leichter von anderen Veränderungen unterschieden werden kann, ist es sinnvoll, die Brust vor der OP noch einmal gründlich zu untersuchen.
Zudem sollten Raucherinnen mindestens 2 Wochen vor und 6 Wochen nach der OP nicht mehr rauchen – oder wenn das nicht möglich ist, zumindest so wenig wie möglich.
Heilungsverlauf und Nachsorge nach einer Brustverkleinerung
Was sollte man nach einer Brustverkleinerung beachten?
Für 6 Wochen nach der OP empfehle ich, einen Kompressions-BH Tag und Nacht zu tragen und nur zum Duschen abzulegen.
Nach 2 bis 3 Tagen nach der Operation dürfen die Patientinnen das erste Mal duschen. Die Pflaster auf den Nähten sollen dabei belassen werden, nicht groß eingeschäumt oder abgerubbelt werden und nach dem Duschen wieder gut trocken getupft oder geföhnt werden.
Auf Baden, Sauna und Solarium sollte man für 6 Wochen nach der OP verzichten.
Die Pflaster werden 3 Wochen nach der Operation entfernt. Fäden müssen nicht gezogen werden, da das von mir verwendete Nahtmaterial vom Körper abgebaut werden kann.
Nach der Operation können und sollen die Patientinnen in der Regel mit der Narbenpflege beginnen. Die Heilung bzw. Ausreifung der Narben kann ein bis zwei Jahre oder sogar länger dauern. Erst wenn die Narben vollständig ausgereift sind, verblassen sie und werden weiß. Solange sollte man die Narben nach einer Brustverkleinerung täglich mit einer fetthaltigen und parfümfreien Salbe oder einem Öl eincremen und vor UV-Licht bzw. Sonnenlicht schützen zum Beispiel mit Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50.
Zudem empfehle ich nach Möglichkeit auf dem Rücken zu schlafen. Sich leicht auf die Seite zu drehen ist auch erlaubt, allerdings sollte man dann vermeiden, dass größerer Druck auf die Brust kommt.
Alle sportlichen Aktivitäten, die die Brust in Schwung bringen (hier ist Joggen bzw. Laufen als Negativbeispiel zu nennen), sollten für 6 Wochen nach der OP vermieden werden. Bestimmte isolierte Übungen, z.B. für die Beine, können schon früher wieder begonnen werden. Spezielle Übungen nach einer Bruststraffung sind nicht notwendig. Eher sollte man die Arme und den Oberkörper in den ersten 6 Wochen nach der OP schonen.
Der Heilungsverlauf sollte regelmäßig durch den Operateur kontrolliert werden. In meiner Praxis in Köln finden diese Kontrollen normalerweise eine Woche, drei Wochen und sechs Wochen nach der Operation sowie nach einem halben Jahr statt.
Treten in der Zwischenzeit Auffälligkeiten oder Probleme auf, sollten sich die Patientinnen in der Praxis melden, damit zusätzliche Kontrolltermine vereinbart werden können.
Tipps zur Heilung und Pflege im Überblick
- Tragen eines Kompressions-BHs für 6 Wochen nach der OP
- das erste Mal duschen nach 2 bis 3 Tagen nach der OP
- auf Baden, Sauna und Solarium für 6 Wochen nach der OP verzichten
- möglichst auf dem Rücken schlafen und die Arme und den Oberkörper für 6 Wochen nach der OP schonen
- die Verlaufskontrollen beim Operateur wahrnehmen
- 3 Wochen nach der OP mit der Narbenpflege beginnen
Kosten einer Brustverkleinerung
Die Kosten einer Brustverkleinerung hängen von der Größe und vom Aufwand des Eingriffs ab und beginnen bei 7.500 € zzgl. Narkose.
Die Kosten der Narkose richten sich nach der Dauer der Narkose und entsprechen der Dauer der Operation plus ca. 30 bis 45 Minuten, da die Narkose immer etwas länger dauert als der Eingriff selbst, da man einschlafen und wieder aufwachen muss.
Im Rahmen des Beratungsgesprächs zur Brustverkleinerung bei mir in der Praxis in Köln erhalten Sie ganz unverbindlich einen Kostenvoranschlag, aus dem die genaue Höhe aller Kosten hervorgeht.
Möglichkeiten der Finanzierung
Aktuell bieten wir selbst leider keine Finanzierungsmöglichkeiten an. Es besteht jedoch die Möglichkeit, über kommerzielle Anbieter eine Brustverkleinerung finanzieren zu lassen und diese in Raten abzuzahlen.
Wann zahlt die Krankenkasse eine Brustverkleinerung?
In der Regel übernimmt die Krankenkasse (wie die Techniker, AOK, Barmer oder andere) die Kosten einer Brustverkleinerung, wenn sich durch die Größe der Brust gesundheitliche Probleme ergeben. Dies kann zum Beispiel bei sehr großen und schweren Brüsten der Fall sein, wenn diese etwa zu chronischen Rücken- und Nackenschmerzen führen. Aber auch immer wiederkehrende Entzündungen im Bereich der Unterbrustfalten können ein Grund sein, dass die Krankenkasse – zumindest teilweise – die Kosten für eine Brustverkleinerung übernimmt.
Um eine Kostenübernahme zu beantragen, muss die Patientin einen Antrag bei ihrer Krankenkasse stellen. Dafür ist in der Regel unter anderem ein Attest von einem Facharzt erforderlich. Gerne unterstützen wir Sie bei diesem Prozess.
Jeder Fall wird individuell geprüft und die Krankenkassen entscheiden entsprechend. Eventuell wird der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) hinzugezogen, um den Fall zu bewerten und eine Empfehlung abzugeben.
Ob aus medizinischer Sicht die Chance auf eine Kostenübernahme für Sie besteht, können wir gerne nach einer genauen Befunderhebung in einem Beratungsgespräch bei mir in der Praxis in Köln besprechen.
Erfahrungsberichte und Rezensionen von Patientinnen
FAQ
Ja, in der Regel bleibt die Stillfähigkeit nach einer Brustverkleinerung erhalten. In seltenen Fällen kann diese aber durch eine Brustverkleinerung verloren gehen. Es gibt aber auch Patientinnen, denen es von Geburt an aus unterschiedlichsten Gründen nicht möglich ist zu stillen.
Die Dauer einer Brustverkleinerung hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der Größe der Brust. Im Durchschnitt dauert eine Brustverkleinerungs-OP circa 4 Stunden.
Die Patientinnen, die am Schreibtisch arbeiten, können in der Regel schon nach 3 bis 4 Tagen wieder zur Arbeit gehen. Bei anderen, körperlich fordernderen Tätigkeiten dauert es meist länger.
Gut zu wissen: Wenn eine Brustverkleinerung nicht von der Krankenkasse übernommen wird, kann man sich für die Ausfallzeit trotzdem krank schreiben lassen, wenn die Operation medizinisch notwendig ist.
Die meisten Patientinnen sind positiv überrascht, da sie wenig bis keine Schmerzen nach einer Brustverkleinerung haben. Dies liegt daran, dass nur am Weichgewebe operiert wird und dieses Gewebe nicht sehr schmerzempfindlich ist. Zusätzlich helfen in der Anfangszeit die üblichen Schmerzmittel wie zum Beispiel Ibuprofen, welche aber in der Regel nur für wenige Tag eingenommen werden müssen.
Für 6 Wochen empfehle ich nach Möglichkeit auf dem Rücken zu schlafen. Sich leicht auf die Seite zu drehen ist auch erlaubt, allerdings sollte man dann vermeiden, dass größerer Druck auf die Brust kommt.
Für 6 Wochen empfehle ich den Kompressions-BH Tag und Nacht zu tragen und nur zum Duschen abzulegen.
In der Regel liegt eine medizinische Indikation bei sehr großen und schweren Brüsten vor, die zu Rücken- und Nackenschmerzen oder rezidivierenden Entzündungen in den Unterbrustfalten führen.
Die medizinische Indikation bedeutet nicht automatisch eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Weiter oben auf dieser Seite habe ich den Ablauf zur Kostenübernahme detailliert beschrieben.
Die Narben der Brust sollten ausreichend abgeheilt sein, bevor man wieder Sex hat. In der Regel ist dies nach 3 bis 4 Wochen nach der OP der Fall. Allerdings sollte man beachten, dass für 6 Wochen nach der OP kein größerer Druck auf die Brust ausgeübt wird.
Alle Aktivitäten, die die Brust in Bewegung bringen, wie zum Beispiel Joggen oder Laufen, sollten in den ersten 6 Wochen nach der OP vermieden werden. Bestimmte isolierte Übungen, z.B. für die Beine, können jedoch schon früher wieder aufgenommen werden.
Nein, da bei einer Brustverkleinerung automatisch auch eine Bruststraffung erfolgt. Im Gegensatz dazu kann eine Bruststraffung auch ohne die Verkleinerung der Brust erfolgen.
Eine Brustverkleinerung ist ein operativer Eingriff und birgt daher – wie jede OP – gewisse Risiken. Zu den häufigsten Risiken gehören unter anderem Blutergüsse, Schwellungen, Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, Narbenheilungsstörungen und Infektionen. Alles lässt sich in der Regel gut behandeln, wenn es früh genug erkannt wird. Daher führe ich regelmäßige Kontrolluntersuchungen nach einer Brustverkleinerung bei mir in der Praxis im Raum Köln durch.
Die Beachtung der ärztlichen Empfehlungen (wie zum Beispiel mindestens 2 Wochen vor der OP nicht mehr zu rauchen), die richtige technischen Durchführung des Eingriffs und das eigene Verhalten nach der OP senkt das Risiko für Komplikationen und macht die Brustverkleinerung in den richtigen Händen zu einem sicheren Eingriff.
Die Schwellung der Brüste nach einer Brustverkleinerung nimmt in der Regel in den ersten Tagen nach der OP zu, bevor sie über die weiteren Wochen langsam zurückgeht. Der größte Teil der Schwellung geht in den überwiegenden Fällen nach 3 bis 6 Wochen zurück. Über die anschließenden Monate verändert sich die Brust aber noch weiter, so dass man erst nach 6 Monaten von einem vorläufigen Endergebnis ausgehen kann.
Durch eine Gewichtsabnahme kann die Brust vom Volumen her kleiner werden, wenn hierdurch das Fettgewebe in der Brust ebenfalls weniger wird.
Mir ist keine Behandlung oder eine Methode bekannt, um eine Brust ohne OP zu verkleinern.
Das Ergebnis einer Brustverkleinerung hält in der Regel viele Jahre an. Da unser Körper allerdings immer weiter altert, kann es dazu kommen, dass die Brüste früher oder später erschlaffen. Damit man möglichst lange etwas von dem Ergebnis einer Brustverkleinerung hat, ist es empfehlenswert, das Körpergewicht stabil zu halten. Wenn man nach der OP stark abnimmt, kann es dazu führen, dass die Brüste ihre Form verändern oder sogar hängen.
Da man eine Brustverkleinerung erst durchführen sollte, wenn die Brust der Patientin ausgewachsen ist (also mit circa 19 Jahren), kann die Brust nach einer OP eigentlich nicht mehr wachsen.
Allerdings kann durch eine Gewichtszunahme die Brust wieder größer werden. Daher ist es sinnvoll sein Körpergewicht möglichst stabil zu halten, damit man ein möglichst langanhaltendes Ergebnis hat.
Auch durch eine Schwangerschaft kann sich die Brust vergrößern und in manchen Fällen bleibt diese Größenzunahme über die Schwangerschaft und Stillzeit hinaus bestehen.
Zu den Nachteilen einer Brustverkleinerung gehört sicherlich, dass durch den Eingriff Narben entstehen. Und wenn die Narbenheilung schlecht verläuft, kann dies zu auffälligen oder sogar schmerzhaften Narben führen. Es besteht in der Regel aber immer die Möglichkeit, störende Narben zu korrigieren.
Auch kann sich die Brustform oder die Form des Brustwarzenvorhofs im Laufe der Zeit nach der OP verändern. Zudem kann die Brust an Fülle und Projektion (also wie weit die Brust nach vorne hervorsteht) verlieren, absacken oder sogar hängen. Ob und wann dies auftritt, hängt unter anderem von der individuellen Gewebequalität, von größeren Gewichtsveränderungen und vom Lebensstil ab.
All dies kann eventuell dazu führen, dass man nach einer Brustverkleinerung unzufrieden mit dem Ergebnis ist. Man sollte aber bedenken, dass die Vorteile bei den meisten Patientinnen die möglichen Nachteile in der Regel überwiegen.