Straffer Bauch für ein neues Lebensgefühl
Eine erschlaffte Bauchdecke, zum Beispiel nach einer Gewichtsabnahme oder Schwangerschaft, kann stark störend sein. Durch Sport und Ernährung hat man im Wesentlichen nur einen Einfluss auf das Fettgewebe, aber nicht auf den Hautüberschuss. Dann kann eine Bauchdeckenstraffung (auch Abdominoplastik genannt) helfen, Folgeerkrankungen zu verhindern, und ein neues Lebensgefühl schenken.
Übersicht:
- Was ist eine Bauchdeckenstraffung?
- Gründe für eine Bauchdeckenstraffung
- Methoden der Bauchdeckenstraffung / Abdominoplastik
- Kombination mit anderen Eingriffen
- Vorbereitung auf eine Bauchdeckenstraffung
- Heilungsverlauf und Nachsorge
- Kosten einer Bauchdeckenstraffung
- Erfahrungsberichte und Rezensionen von Patienten und Patientinnen
- FAQ
Was ist eine Bauchdeckenstraffung?
Unter einer Bauchdeckenstraffung versteht man einen Eingriff, um überschüssiges Gewebe zu entfernen und dadurch eine Bauchdecke zu straffen. In der Regel wird dabei Haut und eventuell auch Fettgewebe entfernt. Je nach Ausmaß des Gewebeüberschusses unterscheidet man:
- kleine Straffungen – der Bauchnabel wird nicht versetzt
- große Straffungen – der Bauchnabel muss versetzt werden
Gründe für eine Bauchdeckenstraffung
Egal ob beim Mann oder bei der Frau – nach einer großen Gewichtsabnahme kann es dazu kommen, dass viel Haut im Bereich der Bauchdecke hängt. Zudem kann sich eine große Hautfalte im unteren Bauchbereich bilden und in dieser Falte kann es zu wiederholten Entzündungen der Haut kommen. Ein solcher Hautüberschuss lässt sich in der Regel nicht durch Sport oder andere Maßnahmen reduzieren – da hilft langfristig nur eine Bauchdeckenstraffung.
Aber auch ein störender Hautüberschuss der Bauchdecke nach einer oder mehreren Schwangerschaften ist ein typischer Grund, warum Patientinnen sich für eine Bauchdeckenstraffung interessieren. Viele wünschen sich die Bauchdecke zurück, die sie vor ihrem ersten Kind hatten.
Methoden der Bauchdeckenstraffung / Abdominoplastik
Je nachdem wo und wie viel Gewebeüberschuss im Bereich der Bauchdecke besteht, kommen unterschiedliche Straffungstechniken zum Einsatz. Man unterscheidet im Wesentlichen drei Arten der Bauchdeckenstraffung:
- kleine Bauchdeckenstraffungen (auch Mini-Abdominoplastik genannt)
- klassische Bauchdeckenstraffungen
- Fleur-de-lis-Technik (auch als T-Schnitt oder Anker-Schnitt bezeichnet)
Kleine Bauchdeckenstraffung / Mini-Abdominoplastik
Die Mini-Abdominoplastik ist dafür geeignet, einen Gewebeüberschuss, der sich nur unterhalb des Bauchnabels befindet, zu reduzieren. Weil kein Gewebeüberschuss oberhalb des Bauchnabels besteht, muss bei dieser Technik der Bauchnabel auch nicht versetzt werden.
Bei dieser kleinen Abdominoplastik wird nur ein Schnitt im unteren Bereich der Bauchdecke gemacht, der sich von Hüfte zu Hüfte zieht. Obwohl die entstehende Narbe lang ist, lässt sie sich durch die tiefe Lage gut durch die Unterwäsche oder Badebekleidung verdecken.

Gewebe und Narben bei einer kleinen Bauchdeckenstraffung
Klassische Bauchdeckenstraffung
Diese Art der Straffung ist die am weitesten verbreitete Art der Bauchdeckenstraffung. Bei dieser Technik kann die gesamte Bauchdecke – also auch der Bereich oberhalb des Bauchnabels – gestrafft werden. Hierzu muss allerdings der Bauchnabel versetzt werden.
Wie bei der Mini-Abdominoplastik entstehen Narben im unteren Bereich der Bauchdecke, die sich von Hüfte zu Hüfte ziehen. Zusätzlich entstehen Narben im Bereich des Bauchnabels. Diese Narben liegen, bei der von mir durchgeführten Kleeblatt-Methode, allerdings innerhalb des Nabels und sind daher sehr unauffällig.
Bei Bedarf lässt sich im Rahmen dieser Bauchdeckenstraffung auch ein Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln (Rektusdiastase genannt) durch spezielle Nähte behandeln (Rektusraffung).

Gewebe und Narben bei einer klassischen Bauchdeckenstraffung
Kleeblatt-Nabel
Bei einer klassischen Bauchdeckenstraffung wird der Bauchnabel versetzt. Hierzu wird er kreisrund ausgeschnitten und nach der Straffung der Bauchdecke wieder in die neue, korrekte Position eingenäht. Das geschieht häufig kreisrund oder v-förmig und geht recht schnell und einfach, hinterlässt aber von außen sichtbare Narben. Da diese Narben nicht durch die Unterwäsche oder Badebekleidung abgedeckt werden können, können diese Narben recht auffällig wirken.

Ansicht von oben nach Einnaht des Bauchnabels

Ansicht von der Seite vor Einnaht des Bauchnabels
Der Kleeblatt-Nabel beschreibt eine besondere Technik zur Formung des Bauchnabels bei einer Bauchdeckenstraffung. Der Bauchnabelstumpf bleibt dabei in der Tiefe mit dem Körper verbunden. Er wird in vier „Blätter“ geschnitten, ähnlich einem Kleeblatt. Am Ende der Straffung der Bauchdecke wird die neue Position des Bauchnabels bestimmt. Dann wird ein kreuzförmiger Schnitt in die Bauchdecke gesetzt. Die Hautzipfel der Bauchdecke werden mit den „Blättern“ des Bauchnabelstumpfes ineinander verzahnt vernäht. So entstehen Narben, die nur im Bauchnabel selber liegen und von außen nicht mehr direkt sichtbar sind. Zudem lässt sich so ein sehr schöner und vom Erscheinungsbild natürlicher Nabel formen.
Fleur-de-lis / T-Schnitt / Anker-Schnitt

Gewebe und Narben bei der Fleur-de-lis / T-Schnitt / Anker-Schnitt Methode zur Bauchdeckenstraffung
Die T-Schnitt-Technik wird verwendet, um auch einen größeren Gewebeüberschuss im Bereich der Hüften/Taille zu straffen. Hierfür wird zusätzlich im Längsbereich der Bauchmitte Gewebe entfernt, wodurch eine zusätzliche, senkrechte Narbe entsteht.
Die Narben sehen wie ein umgedrehtes „T“ aus. Deshalb nennt man diese Methode „T-Schnitt“. Sie wird auch Anker-Schnitt genannt, weil die Narben von der Form her auch an einen Anker erinnern. Die senkrechte Narbe ist sehr auffällig und lässt sich durch Unterwäsche oder Badebekleidung nicht verdecken.
Am besten macht man sich selbst einen Eindruck von den entstehenden Narben. Leider ist es aus rechtlichen Gründen in Deutschland nicht erlaubt Vorher-Nachher-Bilder von ästhetischen Eingriffen zu veröffentlichen. Allerdings darf man solche Bilder im Beratungsgespräch zur Erläuterung zeigen. Im Rahmen meiner Beratungen in meiner Praxis für Bauchdeckenstraffung in Köln zeige ich den Patienten und Patientinnen immer gerne Vorher-Nachher-Bilder, damit sie sich selber einen Eindruck von den Narben machen können.
Kombination mit anderen Eingriffen
Man kann eine Bauchdeckenstraffung teilweise – je nach Wunsch der Patienten und Patientinnen – mit anderen Eingriffen kombinieren.
Bei einer Bauchdeckenstraffung lässt sich zum Beispiel ein Nabelbruch (auch Nabelhernie genannt) gut mitversorgen.
Aber auch die Kombination mit anderen, größeren Eingriffen ist möglich, wie zum Beispiel beim Mommy Makeover. Hierunter versteht man die Kombination einer Bauchdeckenstraffung mit einer Bruststraffung nach einer Schwangerschaft.
Man sollte jedoch immer bedenken, dass jeder dieser Eingriffe große Wundflächen unter der Haut verursacht. Der Körper muss diese Wunden heilen. Werden Eingriffe kombiniert, haben die Patienten und Patientinnen im Anschluss an die OP zunächst nicht nur Einschränkungen im alltäglichen Leben, es kann auch eher zu Problemen in der Heilung kommen. Darum ist es sinnvoll, eine Bauchdeckenstraffung nur mit einem kleinen Eingriff zu kombinieren.
Um herauszufinden, welches Vorgehen für Sie am besten ist, um Ihre Wünsche sicher umzusetzen, kommen Sie doch zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch zu mir in meine Praxis für Bauchdeckenstraffung in Köln.
Vorbereitung auf eine Bauchdeckenstraffung
- Raucher und Raucherinnen sollten mindestens 2 Wochen vor und 6 Wochen nach der OP nicht mehr rauchen. Wenn das nicht geht, sollten sie so wenig wie möglich rauchen.
- Zudem sollte man die Behaarung im gesamten Intimbereich und bei Bedarf der Bauchdecke am Abend vor dem Eingriff möglichst kurz trimmen – aber nicht glatt rasieren. Die Rasur mit einer Klinge birgt das Risiko der Hautverletzung und sollte daher unterlassen werden.
- Des Weiteren sollte man auf blähende oder stopfende Lebensmittel in den Tagen vor der OP verzichten.
Heilungsverlauf und Nachsorge nach einer Bauchdeckenstraffung
Was sollte man nach einer Bauchdeckenstraffung beachten?
Für 6 Wochen nach der OP empfehle ich, ein Kompressionsmieder plus einen Bauchgurt Tag und Nacht zu tragen. Das Mieder sollte nur zum Duschen abgelegt werden.
Die Drainagen, die bei einem solchen Eingriff eingelegt werden, werden für einige Tage belassen, da eine Bauchdeckenstraffung das Risiko der Bildung eines Seroms birgt. Ein Serom ist eine Flüssigkeitsansammlung unter der Haut.
Nachdem die Drainagen entfernt wurden, dürfen die Patienten und Patientinnen das erste Mal duschen. Die Pflaster auf den Nähten am unteren Bauch sollen dabei belassen werden. Sie sollen nicht groß eingeschäumt oder abgerubbelt werden und nach dem Duschen wieder gut trocken getupft oder geföhnt werden. Wenn der Bauchnabel versetzt wurde, wird der Nabel mit einem Pflaster verbunden, dass täglich eigenständig gewechselt werden muss. Das ist recht einfach – aber wir zeigen Ihnen nach der OP gerne, wie Sie dabei vorgehen sollen.
Nach der OP sollte man für 6 Wochen auf Baden, Sauna und Solarium verzichten.
Die Pflaster werden 3 Wochen nach der Operation entfernt. Fäden müssen nicht gezogen werden, da das von mir verwendete Nahtmaterial vom Körper abgebaut werden kann.
Anschließend können und sollen die Patienten und Patientinnen in der Regel mit der Narbenpflege beginnen. Die Narbenheilung bzw. Narbenausreifung kann ein bis zwei Jahre oder sogar länger dauern. Erst wenn die Narben ausgereift sind, blassen sie ab und werden weiß. So lange sollte man die Narben nach einer Bauchdeckenstrafffung täglich mit einer Salbe oder einem Öl eincremen. Beides sollte am besten fetthaltig und parfümfrei sein. Außerdem sollte man die Narben vor UV-Licht/Sonnenlicht schützen z.B. mit Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50.
Zudem empfehle ich, nach Möglichkeit auf dem Rücken mit erhöhten Unterschenkeln und Beugung in der Hüfte zu schlafen. Aber man kann auch auf der Seite schlafen, wenn man dabei eine leichte Beugung in der Hüfte berücksichtigt.
Beim Aufstehen sollte man sich erst auf die Seite drehen, bevor man sich aufsetzt, um die Naht im unteren Bereich der Bauchdecke zu entlasten. Man sollte also keinen Sit-up machen. Aus dem selben Grund sollte man sich zudem im Stehen in der Hüfte immer leicht gebeugt halten.
Alle sportlichen Aktivitäten sollten für 6 Wochen nach der OP vermieden werden.
Um den Rückgang der Schwellung zu unterstützen, bietet es sich an, Lymphdrainage durchführen zu lassen. Dies ist allerdings in meinen Augen kein Muss.
Der Heilungsverlauf sollte regelmäßig durch den Operateur kontrolliert werden. Bei mir in der Praxis in Köln erfolgen diese normalerweise nach einer, nach zwei, nach drei und nach sechs Wochen nach der OP sowie nach einem halben Jahr nach der OP. Bei zwischenzeitlich auftretenden Besonderheiten oder Problemen sollten sich die Patienten und Patientinnen in der Praxis melden, damit man zusätzliche Kontrollen vereinbaren kann.
Tipps zur Heilung und Pflege im Überblick:
- Tragen eines Kompressionsmieders plus Bauchgurt für 6 Wochen nach der OP
- das erste Mal duschen nach 4 bis 5 Tagen nach der OP
- auf Baden, Sauna und Solarium für 6 Wochen nach der OP verzichten
- auf dem Rücken oder auf der Seite mit Beugung in der Hüfte schlafen
- den Bauchnabel täglich eigenständig verbinden, die anderen Pflaster werden für
3 Wochen belassen - auf Sport für 6 Wochen nach der OP verzichten
- die Verlaufskontrollen beim Operateur wahrnehmen
- 3 Wochen nach der OP mit der Narbenpflege beginnen
Kosten einer Bauchdeckenstraffung
Der Preis einer Bauchdeckenstraffung hängt von der Größe und vom Aufwand des Eingriffs ab und beginnt bei 5.500 € zzgl. Narkose für eine kleine Bauchdeckenstraffung und bei 8.200 € zzgl. Narkose für eine klassische Bauchdeckenstraffung.
Die Kosten der Narkose hängen von der Dauer der Narkose ab. Diese entspricht der Dauer der Operation plus ca. 30 bis 45 Minuten, da die Narkose immer etwas länger dauert als der Eingriff selbst. Man muss ja einschlafen und wieder aufwachen.
Im Beratungsgesprächs für eine Bauchdeckenstraffung in meiner Praxis in Köln erhalten Sie ganz unverbindlich einen Kostenvoranschlag, aus dem die genaue Höhe aller Kosten hervorgeht.
Finanzierungsmöglichkeiten und Krankenkassenübernahme
Aktuell bieten wir selbst leider keine Finanzierungsmöglichkeiten an. Es besteht jedoch die Möglichkeit, über kommerzielle Anbieter eine Bauchdeckenstraffung finanzieren zu lassen und diese in Raten abzuzahlen.
Wann zahlt die Krankenkasse eine Bauchdeckenstraffung?
In der Regel übernimmt die Krankenkasse (wie die Techniker, AOK, Barmer oder andere) die Kosten einer Bauchdeckenstraffung, wenn sich durch das überschüssige, hängende Gewebe gesundheitliche Probleme ergeben. Dies kann zum Beispiel bei immer wiederkehrenden Entzündungen im Bereich einer Hautfalte unterhalb des Bauchnabels der Fall sein oder wenn der Hautüberschuss die Körperpflege behindert.
Erfahrungsberichte und Rezensionen von Patienten und Patientinnen
FAQ
Durch eine Gewichtsabnahme kann die Bauchdecke vom Volumen her flacher werden, wenn hierdurch das Fettgewebe weniger wird. Allerdings kann der Körper den begleitenden Hautüberschuss nur im geringen Maß zurückbilden.
Auch andere Methoden, zum Beispiel eine Straffung mit Radiofrequenz, sind zumindest minimal-invasiv. Sie können jedoch nur eine leichte Straffung erzielen. Kommen Sie doch zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch zu mir in meine Praxis für Bauchdeckenstraffung in Köln. Dort finden wir heraus, welches Vorgehen am besten für Sie ist, um Ihre Wünsche sicher umzusetzen.
Die Dauer des Eingriffs hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem davon, ob nur im unteren Bereich der Bauchdecke oder im gesamten Bereich gestrafft werden muss. Im Durchschnitt dauert eine kleine Bauchdeckenstraffung circa 2 bis 3 Stunden, eine große Bauchdeckenstraffung circa 4 bis 6 Stunden.
Das Ergebnis einer Bauchdeckenstraffung hält in der Regel viele Jahre an. Da unser Körper allerdings immer weiter altert, kann es dazu kommen, dass das Gewebe früher oder später wieder erschlaffen kann. Damit man möglichst lange etwas von dem Ergebnis einer Bauchdeckenstraffung hat, ist es empfehlenswert, das Körpergewicht stabil zu halten. Wenn man nach der OP stark abnimmt, kann es dazu führen, dass die Bauchdecke ihre Form verändert oder sogar wieder hängt.
Dies könnte beispielsweise bei wiederkehrenden Entzündungen im Bereich einer Hautfalte unterhalb des Bauchnabels der Fall sein. Oder wenn die überschüssige Haut die Körperhygiene erschwert.
Die Patienten und Patientinnen, die am Schreibtisch arbeiten, können in der Regel schon nach 1 bis 2 Wochen wieder zur Arbeit gehen. Bei anderen, körperlich fordernden Tätigkeiten dauert es meist länger.
Gut zu wissen: Wenn eine Bauchdeckenstraffung nicht von der Krankenkasse übernommen wird, kann man sich für die Ausfallzeit auch nicht krank schreiben lassen, sondern muss sich Urlaub nehmen.
Der Bauchgurt sollte stramm sitzen und gerade im unteren Bereich die Bauchdecke komprimieren, aber natürlich nicht so eng, dass es Sie beim Atmen behindert.
Es sollte ein eng anliegendes Mieder sein, was von der Unterbrustfalte bis zur Leiste reicht. Das Mieder erhalten Sie von uns in meiner Praxis in Köln. Um die richtige Größe zu bestimmen, messen wir Sie im Rahmen der OP-Vorbereitung entsprechend aus.
Die Bildung von Wundsekret kann wenige Tage bis einige Wochen anhalten. Da im Allgemeinen Drainagen nach einer Bauchdeckenstraffung eingelegt werden, sammelt sich das Wundwasser oder Wundsekret in den Drainagen.
Allerdings kann sich auch nach der Drainagenentfernung, nach circa 5 Tagen nach der OP, weiterhin Wundsekret bilden. Kleinere Mengen kann der Körper aufnehmen und ausscheiden.
Wenn sich mehr Wundsekret unter der Haut ansammelt, spricht man von einem Serom. Ein solches Serom muss in der Regel mehrfach, im Abstand von jeweils ein paar Tagen, punktiert werden, bevor es abheilt. Selten muss man aufgrund eines Seroms auch noch einmal operieren.
Mit der Lymphdrainage kann man schon nach wenigen Tagen nach der OP beginnen. Dabei sollten Scherbewegungen des Gewebes vermieden werden, da die Schichten der Bauchdecke erst noch miteinander verheilen müssen.
Etwa 4 bis 5 Tagen nach der Operation, sobald die Drainagen entfernt wurden, dürfen die Patienten und Patientinnen das erste Mal duschen. Die Pflaster auf den Nähten am unteren Bauch sollen dabei belassen werden, nicht intensiv eingeschäumt oder abgerubbelt werden und nach dem Duschen wieder gut trocken getupft oder geföhnt werden.
Man sollte 6 Wochen nach der Operation auf Baden, Sauna und Solarium verzichten.
Die Bauchdecke sollte ausreichend abgeheilt sein, bevor man wieder Sex hat. In der Regel ist dies nach circa 6 Wochen nach der OP der Fall.
Alle sportlichen Aktivitäten sollten für 6 Wochen nach der OP vermieden werden. Bestimmte isolierte Übungen, z.B. für die Arme, können schon früher wieder begonnen werden.
Nach Möglichkeit sollte man auf dem Rücken mit erhöhten Unterschenkeln und Beugung in der Hüfte schlafen. Auf der Seite schlafen ist aber auch erlaubt, wenn man auch hierbei eine Beugung in der Hüfte sicherstellt, damit nicht zu viel Spannung auf die Narben im unteren Bereich der Bauchdecke kommt.
Man sollte sich im Stehen und Gehen in den ersten 3 bis 6 Wochen in der Hüfte immer leicht gebeugt halten, um die Naht im unteren Bereich der Bauchdecke zu entlasten. Aus demselben Grund sollte man sich auch beim Aufstehen aus dem Bett erst auf die Seite drehen und sich erst dann aufsetzen.
Eine (erneute) Schwangerschaft nach einer Bauchdeckenstraffung ist in der Regel ohne Probleme möglich. Allerdings sollte man bedenken, dass sich die Veränderungen der Bauchdecke durch die Schwangerschaft auch auf das Ergebnis der Bauchdeckenstraffung auswirken können. Sprich: Nach der Schwangerschaft kann es gut sein, dass wieder Gewebe hängt und eine erneute Straffung sinnvoll sein kann.
Das hängt davon ab, wie Sie sich nach der Operation fühlen bzw. ob Sie noch Schmerzen oder Einschränkungen beim Bewegen Ihrer Beine empfinden. Ich empfehle den Patienten und Patientinnen, sich am Tag nach der OP abholen zu lassen. Auch zur ersten Kontrolle nach circa 5 Tagen nach der OP, zur Entfernung der Drainagen, ist es ratsam sich noch fahren zu lassen. Die meisten Patienten und Patientinnen können nach etwa 2 bis 3 Wochen wieder selbst Auto fahren.
Eine Bauchdeckenstraffung ist ein operativer Eingriff und birgt daher – wie jede OP – gewisse Risiken. Zu den häufigsten Risiken gehören unter anderem Blutergüße, Schwellungen, Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, Narbenheilungsstörungen, eine Serombildung (Flüssigkeitsansammlung unter der Haut) und Infektionen. Alles lässt sich in der Regel gut behandeln, wenn es früh genug erkannt wird. Daher führe ich regelmäßige Kontrolluntersuchungen nach einer Bauchdeckenstraffung bei mir in der Praxis in Köln durch.
Es ist wichtig, die ärztlichen Empfehlungen zu beachten. Zum Beispiel sollte man mindestens 2 Wochen vor der Operation nicht mehr rauchen. Auch die richtige technische Durchführung des Eingriffs und das eigene Verhalten nach der OP senkt das Risiko für Komplikationen. So wird die Bauchdeckenstraffung in den richtigen Händen zu einem sicheren Eingriff.
Zu den Nachteilen einer Bauchdeckenstraffung gehört sicherlich, dass durch den Eingriff Narben entstehen. Und wenn die Narbenheilung schlecht verläuft, kann dies zu auffälligen oder sogar schmerzhaften Narben führen. Es besteht in der Regel aber immer die Möglichkeit, störende Narben zu korrigieren.
Auch kann sich die Bauchdecke im Laufe der Zeit nach der OP verändern. Ob und wann dies auftritt, hängt unter anderem von der individuellen Gewebequalität, von größeren Gewichtsveränderungen und vom Lebensstil ab.